10. Juni 2010 Saubere Nähte versus Überlebenskampf im Slum
Fair-Trade-Erfahrungen aus Nagpur/Indien
(Bericht folgt)
08. Mai 2010 Europäischer Weltladentag
Bio und Fair - ernährt mehr!
Schon von weitem waren die südamerikanischen Klänge zu hören und die bunten Trachten zu sehen. Die Gruppe Puerta del Sol brachte vor dem Weltladen den Zuschauerinnen und Zuschauern ihre bolivianische Kultur nahe - und auch eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel: Quinua.
In vielen schmackhaften Variationen boten die Mitglieder der Gruppe das an pflanzlichen Eiweißen reiche Getreide an. Vom Geschmack überzeugt, kaufte manch einer ein Packung Quinua, in weiß, rot oder schwarz, oder die Quinua-Pops zum Naschen.
Rezepte unter www.gepa3.de/fw_kochbuch/index_gepa.php
Für die Kampagne Bio und Fair - ernährt mehr! wurden Unterschriften gesammelt. Die Minister Aigner und Niebel werden im Interesse einer wirklich zukunftsfähigen Welternährung aufgefordert, sich auf nationaler und intenationale Ebene einzusetzen, dass
1. politische Weichenstellungen daran ausgerichtet werden, inwiefern sie kleinbäuerliche und ökologische Landwirtschaft fördern
2. Agrarexportsubventionen sofort und endgültig abgeschafft werden und die Förderung der Überschussproduktion beendet wird.
Die Unterschriftenaktion läuft weiter! Mehr zur Kampagne unter www.oekoplusfair.de Hier ist auch eine Möglichkeit, online zu unterschreiben.
28. April 2010 Eröffnung der Fair Trade Town Kampagne
im Haus am Dom/Frankfurt.
(Bericht folgt)
mehr unter www.fairtradetown-frankfurt.de
15. April 2010 Mode - sozial? ökologisch? fair!
Sozial-ökologische Mode auf dem Prüfstand
Alternative Modeanbieter sind in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossen. Sie sind eine Reaktion auf die weit verbreiteten unhaltbaren Arbeitsbedingungen und Umweltzerstörungen in globalen textilen Ketten multinationaler Unternehmen.
Doch wie verhält es sich mit dem alternativen Anspruch, den die neuen Modeanbieter generell vertreten, wenn er im Einzelnen unter die Lupe genommen wird? Wie schneiden die einzelnen sozialen und ökologischen Elemente im Kern ihrer Programmatik ab, wenn sie mit den mittlerweile etablierten internationalen Standards verglichen werden?
Das SÜDWIND-Institut hat hierzu eine umfangreiche Studie verfasst. Dabei wurden Anfang 2009 204 Unternehmen angeschrieben. 23 davon haben geantwortet.
Insgesamt ist das Ergebnis, dass die beteiligten Unternehmen zwar wichtige Schritte in die richtige Richtung unternommen haben, jedoch eine Kluft zwischen den Ansprüchen und der Realität herrscht. Nur ein Unternehmen konnte alle Kriterien erfüllen.
Der Fokus aller Unternehmen liegt auf Zertifizierungen. Zum Nachweis ökologischer Standards sind diese weitestgehend anerkannt, für Sozialstandards hingegen nicht.
Zwar stellt die Studie die Bedeutung des kritischen Konsums zu einer Verbesserung von Sozial- und Umweltstandards durch die Unternehmen selbst heraus. Jedoch zeigt sie auch, dass eine freiwillige Selbstregulierung nicht ausreicht. Ohne bindende gesetzliche Regeln können Sozial- und Umweltstandards in globalen Lieferketten nicht wirksam umgesetzt werden.
Pax Christi Friedensarbeiter Dominic Kloos, Autor dieser SÜDWIND-Studie, stellte die Ergebnisse der Studie vor und diskutierte anschließend mit den 25 Interessierten ausgiebig über mögliche Kaufalternativen und konkrete Handlungsmöglichkeiten.
Im Gegensatz zu seiner Studie berichtete er auch über die Aktivitäten im Bekleidungssektor von Seiten des klassischen Fairen Handels. So empfahl er als Kaufalternative beispielsweise die Bekleidungsprodukte von El Puente. An deren Transparenz könnten andere Anbieter sich ein Beispiel nehmen.
11. Februar 2010 Kenia: Fairer Handel in den Slums von Nairobi
Walter König, Vertreter der Produzentengruppen beim Fair Handelsimporteur EL PUENTE, brachte den 30 Zuhörenden sachkundig und mit vielen Bildern von eigenen Reisen nahe: das Leben der Menschen in Kenia sowie die Arbeit zweier Handelspartner.
Die Organsation Monda African Art sieht sich als Partnerschaft talentierter und kreativer Kunsthandwerker. Ihre Mission ist die Entwicklung und Herstellung hochwertigen traditionellen Handwerks aus umweltfreundlichen und recycelten Materialien, das auf dem nationalen und internationalen Markt bestand hat, ie z.B. Schmuck aus Holz und Bein. Es sind vor allen Dingen Frauen aus gesellschaftlichen Randgruppen, die von der Arbeit bei Monda profitieren. Monda arbeitet ebenfalls mit Gruppen rehabilitierter und behinderter Jugendlicher sowie benachteiligter ethnischer Gruppen zusammen und sorgt somit für ihre Integration in die Gesellschaft.
Smolart (Small, Medium or Large Art) ist eine Selbsthilfegruppe, die in einem Dorf in der Nähe der Kleinstadt Tabaka zu Hause ist. Das Projekt ist Anfang der 90er Jahre aus der Ebayangu Womengroup hervorgegangen und ist seit 1994 im Exportgeschäft tätig. Motivation dieses Zusammenschlusses war die Idee, gemeinsam eine komplette Produktlinie von Specksteinartikeln anbieten zu können. Heute sind etwa 200 Familien Mitglied der Selbsthilfegruppe. Jeder Produzent verfügt über langjährige Erfahrung in der Specksteinverarbeitung. Die Kunst der Specksteinverarbeitung wird von Kindheit an von Generation zu Generation weitergegeben. So entwickelt jeder Kunsthandwerker schon frühzeitig seinen eigenen Stil; für jeden ein ganz persönlicher Weg, sich auszudrücken. Das Sortiment der Specksteinprodukte reicht von afrikanischen Tieren, dekorativen Tellern, abstrakten Skulpturen bis hin zu Schachspielen.
