15. Februar 2013: „Dann schlug er auch meine Tochter“: Gewalt an Frauen in Mittelamerika und Auswege.

Verbale, psychische und körperliche Gewalt bis hin zum Mord bestimmt die Lebenswirklichkeit vieler Frauen in Mittelamerika. Gewalt durch Väter, Verwandte, Freunde, Ehemänner, aber auch durch fremde Männer ist Alltag.

Die Geschlechtergewalt resultiert aus der patriarchalen Kultur des Machismo, zudem sind die mittelamerikanischen Gesellschaften aufgrund der jahrelangen Bürgerkriege stark brutalisiert. Selten verfolgen die Staaten Straftaten gegen Frauen mit der notwendigen Härte. Frauen, die ihre Rechte einfordern und aus der antiquierten Frauenrolle heraustreten, werden von vielen Männern als Bedrohung wahrgenommen.

Kirsten Clodius, Referentin der „Christlichen Initiative Romero“ aus Münster in Westfalen, stellte am 15.2. 2013 die aktuelle Kampagne „Basta ya! Es reicht! FrauenStimmen gegen Gewalt“ und konkrete Projekte in Nicaragua, wie die Frauenorganisation MEC in der Hauptstadt Managua, das landesweite Menschenrechts-Netzwerk CENIDH oder das Frauenzentrum in der ländlichen Region Bocana de Paiwas vor.

Mitveranstalter war der Städtefreundschaftsverein Frankfurt-Granada/Nicaragua.

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